So wir dachten zum Abschluss unserer Reise noch einen kleinen Exkurs neben dem Abschlussfazit. Wir nennen diesen mal Land und Leute. Denn so gross wie das Land Mexiko = so unterschiedlich auch die Menschen.
Aber bevor wir ein wenig ueber die Einheimischen plaudern, wollen wir mal wieder abschliessend unserer Reise wieder die nervigste Backpackernation der Welt kroenen….And THE Winner is: Las ISRAELIS … naja war ja nicht wirklich eine Ueberraschung fuer Euch, oder? Muss man wirklich immer in Gruppen auftreten und dann an allen Orten in einer unglaublichen Lautstaerke unter Ruecksichtnahme auf andere Menschen rumdiskutieren??? Eine Zeitlang dachten wir sie waeren gar nicht hier, aber nun haben sie uns immer wieder eingeholt. Also Congratulations de las CHAVAS !
Aber nun zu den wichtigen Dingen auf dieser Reise. Also was fiel uns auf. Definitiv kann man sagen, dass der Norden, obwohl wir ja nicht wirklich im Norden waren, aber sagen wir mal die Regionen um Mexiko City, wie Morelos, Puebla, teilweise Oaxaca, um einiges reicher sind als der Sueden, zu bennen hier Chiapas. Dies liegt an dem hohen Anteil der indigenen Bevoelkerung in dieser Region, die viel weniger produktiv (kaum Produktions Firmen, viel Ackerbau) erwirtschaften und ein hoher ANteil auch vom Tourismus leben.
Waehrend unserer Reise hatten wir ja die Moeglichkeit bei einer Familie in Cuernavaca zu wohnen, die wir zur guten Mittelschicht in Deutschland zaehlen wuerden. Der Vater hat seine eigene Firma und stellt Apparate her, die in Maschinen eingebaut werden und dazu dienen, dass bei moeglichen Erdbeben die Maschinen weiter arbeiten koennen. Keine Ahnung, wie das genau funktioniert, aber so aenlich…Die Familie wohnt in einem gesichterten Wohngebiet, das rundherum von einem Zaun umgegeben ist und von Sicherheitsbeamten bewacht wird. Fuer uns Europaer ist sowas unvorstellbar, aber so was gehoert in Mexiko, wie in vielen sued/ centralamerikanischen Staaten einfach dazu, wenn man in einem sicheren Stadtteil ohne Diebstaehle wohnen moechte.
Die Mexikaner, die wir in Mexiko City treffen konnten, gehoerten auch der Mittel- und Oberklasse Mexikos an. Sie waren um die 30 Jahre, arbeiten bei Pepsi, anderen renomierten Firmen und leben wie die meisten Europaer. Trotzdem herrschen aber immer noch die alten Grundregeln. Man zieht erst von zu Hause aus, wenn man heiratet. Vorher darf man noch nicht mal eine Nacht bei dem Freund oder der Freundin verbringen. Kaum vorstellbar ist fuer uns diese Doppelmoral!
Ach dann gabs ja noch zwei weitere gute Bekanntschaften. Mit unserem Mexi in Puerto Escondido. Der definitiv zur Oberklasse gehoert. Seine Family arbeitet im Druckmaschinenpapiergeschaeft und hat u.a. einen Lizenzvertrag mit Mitsubishi Papers fuer Mexiko, aber irgendwie arbeiten sie auch in Mittel- und Suedamerika. Naja jedenfalls fliegt man immer mal fein zwischen allen Orten hin und her. Ach und weil das nicht genug Arbeit ist baut man noch fein einige Villen und Bars, Restaurant in ganz Mexiko auf…aber was man definitiv sagen muss, supernett el chico
(ne` Klein Anke
.
Und dann gabs dann noch unsere gute Bekanntschaft auf Yucatan. Voll nett – da waren die chavas ja mal wieder fein schlemmen und da hat sie der Oberkellner einfach mal zur Schnorchel- und Radtour eingeladen. Wuerde das jemand hier in Deutschland machen. Sich seine freien Tage Zeit nehmen um irgendwelchen Backpacker chavas von seiner Gegend zu zeigen?? Wohl eher seltener! Interessant auch sein Lebenslauf – der wahrscheinlich so wie der von vielen Mexis aussieht. Meist im Tourismusfach gearbeitet. 10 Jahre in Playa in einer Disko, in den Staaten (Kalifornien) und jetzt wieder zurueck. 1,5 Tage die Woche frei und ansonsten Arbeitszeit von 11 Uhr morgen bis mind. 23 Uhr nachts… Ach dort in dem Restaurant wo er arbeitet, wie auch in vielen Restaurants arbeiten chicos von ca. 14 / 15 Jahren. Wisst ihr warum – wir hatten uns mal mit einem unterhalten. Schule macht kein Spass, naja arbeiten ist besser… und die finden eben oft nicht genug Personal in der Gegend. Also arbeiten auch die Jungen. Heftig oder. Natuerlich arbeiten die dann meist auch so lange wie die Erwachsenen.
Und wo wir mal beim Thema Kinderarbeit sind, springen wir mal wieder in die Armenhausregion von Mexiko „Chiapas“. Also nur mal am Rande. Wer in diesem Bundesstaat auf seiner Mexikoreise nicht gewesen ist – der kennt Mexiko definitiv nicht. Also hier stehen schon die 5 /6 Jaehrigen Indigenen Kinder allein oder mit Ihren Muettern auf der Strasse (teilweise bis 11 Uhr naachts) verkaufen Souvenirs oder betteln. Da fuehlt man sich einfach nur richtig beschissen als Touri, und fragt sich warum die Ungerechtigkeit!
Ein aehnliches Bild der Armut zeigte sich uns auch in Guatemala. Da gibt es eben Hauser nicht nur aus Bretttern zusammengenagelt, totaler Dreck, sondern auch noch ohne Strom – nur mit Oel/ Gaslampen leben die Menschen dort. Insgesamt haben wir ja nicht viel von Guatemala gesehen – aber unser Eindruck war, dass der Durchschnitt definitiv weniger entwickelt ist als in Mexiko, es viel mehr „oeffentliche“ Kriminalitaet gibt. Da steht eben vor jedem beschissenen kleinen Supermarkt ein Guard mit ner fetten Maschinenpistole und ueberall gibt es Strassensperren, faehrt Polizei rum.Interessant waere ja nochmal zu wissen , wie es weiter im Sueden aussieht. Naja man kann nicht alles haben… ;-( Aber sicher nicht wirklich anders – denn da gibt es ja teilweise fast keinen Tourismus und somit wohl noch weniger Geld.
Tja und dann ist da ja noch Belize. Hmm so eine richtige Einschaetzung kann man da gar nicht abgeben. Wir waren ja auf einer der Karibikinseln. Definitiv ist da das Leben nicht nur teuerer, sondern auch einiges leichter durch den Tourismus. Auch die Menschen wirken eben ziemlich relaxt und entspannt. Eine kleine Geschichte mal wieder zur Einschaetzung. Ein Belizianer mit dem wir schnackten meinte – wer hier nicht gut leben kann – ist einfach faul. Wer arbeiten will kann auch relativ gut leben. Wie das im Inland ist wissen wir nun nicht – aber diese Regel gilt sicher auch unserer Besucherperspektive fuer alle anderen Kuesten und Inselregionen von Belize – dafuer sind die Gegenden einfach zu schoen und werden zu sehr von Touris frequentiert, als das man nicht gut Geld verdienen kann…
Apropos Geld verdienen in Mexiko. Noch ein paar Inputs wie die Einkommenstroeme des Landes Mexiko aussehen?? Aus einer kleine Ökonomie-Nachhilfestunde fuer die chavas von Ariel. Die drei Haupteinnahmequellen in Mexikos Wirtschaft sind. Ölproduktion (Norden), Finanstroeme (Geldsendungen) aus den USA, der dort arbeitenden Mexikaner an Ihre Familien und nun haltet Euch fest der Drogenhandel! Ariel meinte die Drogenmafia ist in Mexiko noch schlimmer als in Kolumbien. Insgesamt gibt es landesweit 5 Drogenkartelle, deren „Politik“ auch gnadenlos ist – vorallem auch im Kampf gegeneinander. Da werden eben die Mitgleider gegenseitig auf der Strasse enthauptet, es gibt brutale Schiessereien. Ach da faellt mir ein, da gabs mal vor zwei Monaten einen interessanten Bericht im Weltspiegel ueber Acapulca – wo es mal wieder ziemlich heiss her ging. Ach uberhaupt interessant diese Sendung, also falls ihr mal wieder jetzt im Winter Zeit fuer Fernsehen und Eure Bildung habt
. 19:20 Uhr sonntags auf der ARD – da gibt es auch mal einige Berichte aus Suedamerika – wenn das deutsche Fernsehen schon sonst kaum aus diesen Gegenden und ueber solche Themen berichtet.
Irgendwie faellt den chavas grad nicht weiter ein was das Exkursthema erweitern kann.
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LG Eure chavas